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Artikel "Der Partiot" vom 20.08.2010Kleiner Chor holt Bronze in ChinaBeim Wettbewerb von über 20 000 Sängern aus 83 Nationen punktet Ensemble aus Verlar Ein kleiner Projektchor der Chorgemeinschaft Verlar hat bei der Chor-Olympiade in China groß abgeräumt. 13 Sängerinnen und Sänger aus Geseke, Salzkotten, Lippstadt, Paderborn, Oldenburg und Hannover haben beim offenen Wettbewerb das Bronze-Diplom ersungen. „Wir sind ja vollkommene Laien, dafür ist das schon ganz ordentlich“, sagt Mechthild Thomas-Speckenmeyer aus Mönninghausen, die beim Projektchor mitgesungen hat. Mit drei Betreuern und ihrer Chorleiterin Waltraud Hartung haben die Sänger in Shaoxing (bei Shanghai) musikalisch alles gegeben. „Wir waren die Exoten, der einzige deutsche Chor und noch dazu der kleinste Chor, der teilgenommen hat“, erzählt Mechthild Thomas-Speckenmeyer. Insgesamt haben über 20 000 Sänger von 470 teilnehmenden Chören aus 83 Nationen um die Wette gesungen.
Der Projektchor hat mit seinem vielfältigen Repertoire die Wettbewerbskriterien eingehalten. Ein Musikstück sollte aus einem kulturfremden Kulturkreis stammen. Die Verlarer Sänger entschieden sich für ein russisches Lied. Außerdem gaben sie ein Stück aus der Romantik, das deutsche Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“, ein altes englisches Madrigal und ein klassisches Stück in lateinischer Sprache und moderner Aufbereitung zum Besten. Eine Mischung, die offensichtlich gut ankam und mit Bronze belohnt wurde. Eine stramme Leistung für einen Chor, der sich erst Ende letzten Jahres eigens für die Chor-Olympiade zusammengeschlossen hatte. „Zusammengewürfelt aus allen möglichen Chören“, so Thomas-Speckenmeyer. Nun ist das große Projekt erfolgreich abgeschlossen. „Es war unheimlich spannende“, schwärmt Thomas-Speckenmeyer von den vielen Eindrücken. Nach dem fünftägigen Wettbewerb nutzte der Chor die übrige Zeit – die Sänger weilten zweieinhalb Wochen in China – für eine Rundreise. |
